Import von Lebens- und Futtermitteln

In den letzten zehn Jahren wurden jährlich zwischen 3.0 und 3.8 Millionen Tonnen Lebensmittel in die Schweiz importiert. Rund 80% dieser Importe stammen aus Europa. Die wichtigsten importierten Lebensmittelgruppen waren 2017 alkoholfreie Getränke (0,8 Millionen Tonnen), Früchte (ca. 0,6 Millionen Tonnen), Ölsaaten und ölhaltige Früchte (ca. 0,5 Millionen Tonnen1) Getreide (ca. 0,3 Millionen Tonnen1) sowie Gemüse (ca. 0,3 Millionen Tonnen).

Ein Teil der importierten Lebensmittel wird in der Schweiz weiterverarbeitet und wieder exportiert, zum Beispiel Kaffee in Form von Kaffeekapseln. Die Importstatistik des Zolls gibt deshalb nicht genau an, wie hoch der Anteil der importieren Lebensmitteln am Gesamtkonsum ist. Eine Annäherung dafür bietet der Selbstversorgungsgrad, der in der Schweiz für Lebensmittel bei rund 50% liegt.2 Je nach Lebensmittelgruppe gibt es jedoch Unterschiede. Bei tierischen Produkten liegt der Inlandanteil gemäss Agrarbericht 2017 des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) bei rund 99 %, während dem er bei den pflanzlichen Produkten bei rund 42 % liegt.


Abbildung 1: Lebensmittelimport3 in Millionen Tonnen von 2007 bis 20174 gemäss Swiss-Impex,
Eidgenössische Zollverwaltung EZV.

Bei Futtermitteln stammen rund 85% aus dem Inland. Das Raufutter stammt fast ausschliesslich aus
der Schweiz (98%), Kraftfutter hingegen nur zu rund 39%. In den letzten 10 Jahren wurden zwischen
1.4 und 1.8 Millionen Tonnen Futtermittel in die Schweiz importiert. Wie bei den Lebensmitteln
stammen rund 80% der Importe aus Europa.


Abbildung 2: Futtermittelimport in Millionen Tonnen von 2007 bis 20175 gemäss Swiss-Impex,
Eidgenössische Zollverwaltung EZV.

 

 

Quelle: Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
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